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Archäologie
Die Destruktion des Subjekts
pp. 27-79
Abstract
In den sechziger Jahren entfaltet Foucault, zunächst eher sporadisch in verschiedenen historischen Arbeiten und schließlich explizit in einer methodologischen Studie, die Konzeption einer alternativen Wissenschaftsgeschichtsschreibung. Der Archäologie des Wissens geht es um die Rekonstruktion von ›Logiken des Ursprungs‹ derzeit in Geltung stehender Begriffe und Theorien. Ans Licht gebracht werden sollen Konstitutionsbedingungen von Erfahrungsgegenständen in den Wissenschaften, die wesentlich zur Gestaltung unserer heutigen Erfahrung beigetragen haben, die uns aber gleichwohl in dieser Funktion nicht bewußt sind. Im Prinzip kann jede wissenschaftliche Theorie und Erfahrung auf derartige ›implizite‹, d.h. versteckte und gleichwohl strukturbildende Momente untersucht werden. Foucault selbst hat freilich, auch weil er an der gesamtgesellschaftlichen Relevanz der Humanwissenschaften besonders interessiert war, ausschließlich die Herausbildung des Objekts ›Mensch‹ und seiner spezifischen Erfahrungsweise in den Geistes- und Sozialwissenschaften zum Thema gemacht.
Publication details
Published in:
Kögler Hans Herbert (1994) Michel Foucault. Stuttgart, Metzler.
Pages: 27-79
DOI: 10.1007/978-3-476-03978-1_2
Full citation:
Kögler Hans Herbert (1994) Archäologie: Die Destruktion des Subjekts, In: Michel Foucault, Stuttgart, Metzler, 27–79.