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Rezeptions- und Wirkungsgeschichte des Poststrukturalismus
pp. 139-175
Abstract
Ihre Popularität haben die Poststrukturalisten nur zum Teil der philosophischen Diskussion ihrer Texte zu verdanken — wenngleich gerade die bereits mehrfach erwähnte heftige Kritik, mit der die akademische Philosophie immer wieder auf die Thesen von Derrida, Lyotard, Deleuze oder Foucault reagiert hat, gewiss das ihre dazu beigetragen hat, die französischen Denker bekannt zu machen. Ja, man könnte sogar sagen, dass die Wirkungsgeschichte des Poststrukturalismus innerhalb der Philosophie zu einem großen Teil die Geschichte seiner kritischen Rezeption ist. Ein Blick auf die Kritik am Poststrukturalismus ist schon aus diesem Grund unerlässlich (s. Kap. 3.2). Ebenso wichtig für den Erfolg des Poststrukturalismus freilich war die Tatsache, dass die Ideen seiner Vertreter auf unterschiedliche Weise auch außerhalb der Philosophie aufgenommen, weiterentwikkelt und variiert wurden — und es auch heute immer noch werden: Längst sind Versatzstücke der philosophischen Ideen der poststrukturalistischen Denker ein fester Bestandteil kultureller, soziologischer und politischer Diskurse. Spätestens seit den Debatten um die Postmoderne zu Beginn der 80er Jahre (vgl. Welsch 1987) wird das Vokabular des Poststrukturalismus mobilisiert, um Entwicklungen in Kunst, Musik, Theater, Literatur und nicht zuletzt den sogenannten neuen Medien zu beschreiben.
Publication details
Published in:
Münker Stefan, Roesler Alexander (2000) Poststrukturalismus. Stuttgart, Metzler.
Pages: 139-175
DOI: 10.1007/978-3-476-05063-2_3
Full citation:
Münker Stefan, Roesler Alexander (2000) Rezeptions- und Wirkungsgeschichte des Poststrukturalismus, In: Poststrukturalismus, Stuttgart, Metzler, 139–175.