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Modelle poststrukturalistischer Philosophie
pp. 36-138
Abstract
»Es kommt […] der Tag, wo man das dringende Bedürfnis hat, die Theorie ein wenig auseinanderzuschrauben, den Diskurs […], der sich wiederholt, verhärtet, etwas zu verschieben«. Der späte Roland Barthes, der diesen Satz geschrieben hat (in: Die Lust am Text, 94f.), hat damit nicht nur Derridas Methode der Dekonstruktion para-phrasiert, sondern zugleich das gemeinsame Anliegen der Poststrukturalisten formuliert. Das Bedürfnis, theoretische Diskurse »auseinanderzuschrauben« und »zu verschieben« übersetzen die Vertreter des Poststrukturalismus in ihre kritischen Lektüren strukturalistischer Vorgaben. Vor dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Philosophie wenden sie sich dabei unterschiedlichsten Themen zu — und gelangen durchaus auch zu divergierenden Positionen. Aus dem breiten Spektrum der verhandelten Sujets treten einzelne Themen besonders hervor. Neben der ebenso grundlegenden wie naheliegenden philosophischen Auseinandersetzung mit der Sprache, der sich die Poststrukturalisten immer wieder von neuem gewidmet haben, handelt es sich dabei um die Themenkreise der Logik des Begehrens, der Konstitution von Macht und Geschichte — und schließlich den Bereich der Ästhetik.
Publication details
Published in:
Münker Stefan, Roesler Alexander (2000) Poststrukturalismus. Stuttgart, Metzler.
Pages: 36-138
DOI: 10.1007/978-3-476-05063-2_2
Full citation:
Münker Stefan, Roesler Alexander (2000) Modelle poststrukturalistischer Philosophie, In: Poststrukturalismus, Stuttgart, Metzler, 36–138.