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199074

Sprache und Emotion

Theoriebildende Ansätze und ihre Bedeutung für Sprechwissenschaft und Psycholinguistik

Bernd Tischer

pp. 9-62

Abstract

Zur Diskussion gestellt werden fünf Ansätze zur Erklärung des Zusammenwirkens von Sprache, Emotion und Kognition. Je nach der Verwendungsweise der Emotionswörter zeigen die Ansätze unterschiedliche Emotionskonzepte. Für jeden Ansatz werden die theoretischen und forschungspraktischen Konsequenzen für die Psycholinguistik herausgearbeitet. Darauf aufbauend wird zum Zusammenwirken sprachlicher und emotionaler Prozesse ein dreigliedriges Emotionskonzept entwickelt: Das Attribut "emotional" läßt sich beziehen (a) auf das Subjekt der Sprachtätigkeit (Zustand des Individuums), (b) auf das Objekt der Sprachtätigkeit (Bedeutung von Gegenständen/Personen/Wörtern für das Individuum), und (c) auf die Subjekt-Objekt-Interaktion im Verlauf der Sprachtätigkeit (z.B. Präferenz für Gegenstände/Personen/Wörter bei der Sprachrezeption und -produktion). Somit hängen die Erkenntnisse über das Zusammenwirken von Sprache und Emotion von der Entscheidung ab, welche dieser Referenzebenen den Forschungsschwerpunkt bilden.

Publication details

Published in:

Kegel Gerd, Arnhold Thomas, Dahlmeier Klaus, Schmid Gerhard, Tischer Bernd (1988) Sprechwissenschaft & Psycholinguistik 2: Beiträge aus Forschung und Praxis. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Pages: 9-62

DOI: 10.1007/978-3-322-94162-6_1

Full citation:

Tischer Bernd (1988) „Sprache und Emotion: Theoriebildende Ansätze und ihre Bedeutung für Sprechwissenschaft und Psycholinguistik“, In: G. Kegel, T. Arnhold, K. Dahlmeier, G. Schmid & B. Tischer (Hrsg.), Sprechwissenschaft & Psycholinguistik 2, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 9–62.