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Wissensdarstellung
pp. 159-199
Abstract
Der Begriff des Wissens wird in der geisteswissenschaftlichen Tradition unter mehreren Blickwinkeln gesehen.[206] Im engeren Sinn ist Wissen, im Gegensatz zu Glauben oder Meinen etwa, an die Existenz von Kriterien für Wahrheit gebunden. Wissen in diesem Sinnn hat objektiv »wahr« zu sein und kann im Licht der in Kapitel 3 geführten Diskussion mit epistemischem Wissen in Verbindung gebracht werden. Etwas weiter gefaßt ist ein Wissensbegriff, der auf Gewißheit beruht, und der subjektive Uberzeugungen, zum Beispiel eben auch Wissen in Form von Glaubensinhalten, einschließt. Der Anspruch von Gewißheit für Wissen kann schließlich noch durch den Anspruch der Evidenz modifiziert werden: der Einsicht davon, » daß ein gewisser Sachverhalt gelte oder nicht gelte «. [207]
Publication details
Published in:
Atmanspacher Harald (1993) Die Vernunft der Metis: Theorie und Praxis einer integralen Wirklichkeit. Stuttgart, Metzler.
Pages: 159-199
DOI: 10.1007/978-3-476-03451-9_8
Full citation:
Atmanspacher Harald (1993) Wissensdarstellung, In: Die Vernunft der Metis, Stuttgart, Metzler, 159–199.