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201369

Heidegger und der Nationalsozialismus

Winfried Franzen

pp. 78-85

Abstract

Heidegger hat sich für kurze Zeit offen und öffentlich für Hitler und den Nationalsozialismus engagiert. Wie dies zu erklären und zu beurteilen ist, ist bis heute umstritten. Lange Zeit wurde dieses — natürlich äußerst heikle- Thema in der (west-)deutschen Philosophie mehr oder weniger verschwiegen bzw. verdrängt. (Unter den Heidegger-Schülern war Karl Löwith der einzige, der sich nicht an der allgemeinen Tabuisierung beteiligte.) Inzwischen gibt es auch in der Bundesrepublik eine ganze Reihe von einschlägigen Beiträgen zum ›Fall Heideggen. Manche Ergebnisse — zumindest Zwischenergebnisse— liegen vor. Eine wirklich offene und unverkrampfte Diskussion hat aber bis heute, zumal im ›Lager‹ der Heidegger-Schule selbst, kaum stattgefunden. Bemerkenswert sind dagegen die in Frankreich kurz nach dem Krieg und dann erneut in den 60er Jahren geführten Kontroversen. Die marxistische Philosophiegeschichtsschreibung schließlich, zumal die in den osteuropäischen Staaten, kommt natürlich bezüglich des Themas ›Heidegger und der Nationalsozialismus‹ zu eindeutigen, aber auch sehr einseitigen und blickverengten Urteilen.

Publication details

Published in:

Franzen Winfried (1976) Martin Heidegger. Stuttgart, Metzler.

Pages: 78-85

DOI: 10.1007/978-3-476-03851-7_5

Full citation:

Franzen Winfried (1976) Heidegger und der Nationalsozialismus, In: Martin Heidegger, Stuttgart, Metzler, 78–85.